Investition in das eigene Haus? Oder Alternative zum Sparbuch? Der passende Bausparvertrag ist Typsache. Immowelt.de zeigt die verschiedenen Bausparer-Typen und erklärt, worauf bei der Auswahl des geeigneten Vertrags geachtet werden muss.
Bausparer verfolgen mit ihrem Vertrag nicht immer das gleiche Ziel: Während die einen mit dem Bausparvertrag schnellstmöglich den Traum vom Eigenheim realisieren wollen, schielen andere zunächst auf ordentliche Zinserträge und wollen sich für später alle Möglichkeiten offen halten. Bei der Vertragswahl müssen die verschiedenen Bausparer-Typen daher auch auf unterschiedliche Aspekte achten:
Vor- und Nachteile von klassischen Verträgen
Der klassische Bausparer ist der Finanzierer. Er hat bei Abschluss des Bausparvertrags vor allem eines im Sinn: schnell zur eigenen Immobilie zu kommen. Er sollte auf einen niedrigen Zinssatz für sein Darlehen achten. Außerdem kann er bei entsprechender Tarifwahl und entsprechender Sparleistung von einer schnellen Zuteilung des Bauspardarlehens profitieren. Der Nachteil hierbei: Das Darlehen muss auch schneller wieder zurückgezahlt werden. Deshalb sind die monatlichen Raten wegen der beschleunigten Tilgung sehr hoch. Ein weiterer Nachteil: Bauspar-Tarife mit niedrigen Darlehenszinsen bieten auch nur eine sehr niedrige Verzinsung des Bausparguthabens während der Ansparphase – aktuell etwa ein Prozent.
Geeigneter Bausparvertrag für Unentschlossene
Anders der Unentschlossene unter den Bausparer-Typen. Er will sich nicht festlegen, ob er das Darlehen für die eigene Wohnimmobilie jemals in Anspruch nehmen will. Ein Bausparvertrag kann für ihn dennoch die richtige Entscheidung sein. So gibt es speziell auf diesen Typen zugeschnittene Bauspartarife, bei denen die Gesamtverzinsung für das ersparte Kapital häufig bei etwa drei Prozent liegt – auf Grund des derzeit niedrigen Zinsniveaus deutlich höher als beim Sparbuch. Allerdings könnten die Sparzinsen künftig wieder steigen und abgeschlossene Bausparverträge mit langer Bindung als Geldanlage unattraktiv machen.
Rentabel kann ein Bauspartarif auch deshalb sein, weil sich viele Arbeitgeber mit vermögenswirksamen Leistungen daran beteiligen. Auch der Staat fördert das Bausparen. Aber Vorsicht: Wer über 25 Jahre alt ist und sich später das Geld auszahlen lässt – um zum Beispiel um ein Auto zu kaufen – muss die staatliche Förderung wieder zurückzahlen. Nur wer unter 25 Jahren ist, kann das Geld nutzen für was er möchte. Empfehlung: Ein möglichst flexibler Vertrag, mit dem später in einen Finanzierertarif gewechselt werden kann – falls es doch noch die eigenen vier Wände werden sollen.
Quelle: Immowelt AG vom: Freitag, 23. Juli 2010 Foto: Schwörer-Haus